Im Gedenken an ....

Hermann Krabbe

Tiefe Betroffenheit hat die Nachricht vom Tode unseres Sportkameraden Hermann Krabbe in der Bouleabteilung ausgelöst. Was als schlimmster Fall befürchtet werden musste, ist zur endgültigen Gewissheit geworden: Hermann hat den Kampf gegen seine bösartige Krankheit verloren und ist ihr am 11. Juni 2020 im Alter von 85 Jahren erlegen.

 

Wir, die Aktiven der Bouleabteilung, müssen Abschied nehmen von einem Mitspieler, der sich in den letzten fünfzehn Jahren seines Lebens ganz dem Boulesport verschrieben hatte und froh war, diese „neue Liebe“ noch so spät gefunden zu haben. Wenn ihn nicht hin und wieder akute gesundheitliche Probleme daran hinderten, dann fand man Hermann, einen „Mann der ersten Stunde“, an fast allen Trainingstagen auf dem Bouleplatz. Als Gründungsmitglied unserer Abteilung hat er sich während seines gesamtes Boulelebens für deren Belange eingesetzt, sowohl im organisatorischen, als auch im spielerischen Bereich. Ein ganz besonderes Anliegen ist ihm dabei die Unterhaltung und Pflege unserer Anlagen gewesen, wobei er nicht selten selber zum Werkzeug griff und die notwendigen Arbeiten verrichtete. Großen Anteil hatte Hermann auch daran, dass der jahrelang als städt. Lager verwendete Schuppen am Romberg zu unserer heutigen „Boulescheune“ umgestaltet wurde. Nur seine stetige Mahnung, dass man diese Möglichkeit nicht ungenutzt lassen dürfe, hat zu den erfolgreichen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung geführt. Dafür sind wir ihm zu fortwährendem Dank verpflichtet.

 

Hermann Krabbe war die Verlässlichkeit in Person. Nicht einmal in den Jahren seiner Mitgliedschaft hat er übernommene Aufgaben versäumt. Was er zugesagt hatte, und das war nicht wenig, wurde vorbildhaft ausgeführt. Er gehörte einer Generation an, für die solche Haltung noch einen hohen Wert darstellt. Mit Hermann Boule zu spielen, war häufig ein großes Vergnügen.Er strotzte vor Lebensfreude und zeigte auch in der Niederlage Humor und ausgeprägte Selbstironie. Fairness im Spiel und Kameradschaftlichkeit waren seine Markenzeichen, die von ihm wie selbstverständlich gelebt wurden.

 

Nun werden wir ohne ihn auskommen müssen. Aber sicher werden wir uns künftig, vor organisatorische Probleme gestellt, des öfteren fragen, wie Hermanns Lösung ausgesehen hätte, und dann vermutlich zu einem guten Ergebnis kommen. Das wird uns helfen, ihn nicht zu vergessen.

 

 

 

 

Gisela Lehmann

 

Jedem ist klar, welche Lücke der Tod von Gisela Lehmann in die Reihen unseres Sportvereins gerissen hat. Als „Chefin“ war sie über Jahrzehnte der Garant für den reibungslosen organisatorischen Ablauf im Vereinsheim am Romberg. Abteilungen, die mit ihr zu tun hatten, wissen das zu schätzen und sind ihr dafür dankbar, so auch die Bouleabteilung. Es wird sicherlich schwer werden, einen ebenbürtigen Ersatz für sie zu finden.

Neben der Zusammenarbeit bei der Nutzung des Heimes gab es einen weiteren wichtigen Bezug zur Bouleabteilung: Gisela war 2006 eines der aktiven Gründungsmitglieder. Obwohl zu der Zeit bereits im fortgeschrittenen Alter, entwickelte sie sich im Laufe eines Jahrzehnts zu einer hervorragenden Spielerin, die in sämtlichen Mannschaften einsetzbar war, wenn es die Umstände erforderten. In der Regel gehörte sie zum Kader der 1. Mannschaft, wo sie mit ihrer allseits anerkannten konstanten Leistung zu so manchem Sieg beitrug. Wenn nichts mehr ging, dann musste Gisela „legen“, was ihr auch meistens sehr gut gelang. Sie trug wahrscheinlich das Boule-Gen in sich. Das wurde nicht zuletzt auch in Gesprächen außerhalb des Spielfeldes durch die Begeisterung für ihren Sport sichtbar. Die erfolgreichen Teilnahmen an vielen Turnieren legen ein weiteres Zeugnis davon ab.

Als Schüttorferin konnte sie eine Neigung zum FC 09 nicht verhehlen und sie spielte zwischenzeitlich einige Jahre auch für diesen Verein. Davon unberührt, war sie zu jeder Zeit Bestandteil der Gildehauser Trainingsgemeinschaft. Wir werden in Zukunft ohne sie auskommen müssen, aber über Boule wird man in Gildehaus und darüber hinaus nicht sprechen können, ohne dass der Name Gisela Lehmann fällt. Sie bleibt unter uns.


 

Gerd Lammer

Mit Betroffenheit haben die Gildehauser Boulespieler zur Kenntnis nehmen müssen, dass ihr Sportkamerad am 29.März 2016 im Alter von 76 Jahren nach langem Kampf seiner schweren Krankheit erlegen ist. Gerd war ein Mann der ersten Stunde, er war dabei, als der Boulesport in Gildehaus Einzug hielt und hatte wesentlichen Anteil daran, dass sich aus kleinsten Anfängen im Laufe von 10 Jahren eine Abteilung entwickelte, die in der Grafschaft einen guten Ruf genießt. Zunächst als Spieler der 1. Mannschaft, später als Betreuer und Spieler der 2. Mannschaft nahm er wichtige Aufgaben wahr, ohne die eine Sportabteilung nicht existieren kann. Seine bescheidene, freundliche Wesensart verschaffte ihm viele Freunde, die auch seine Hilfsbereitschaft zu schätzen wussten, die weit über seine offiziellen Aufgaben hinaus ging. Wo etwas zu tun war, ob an den Sportanlagen oder im organisatorischen Bereich, ging er oft unaufgefordert voran. Außerdem war er immer bemüht, schlichtend und beruhigend einzugreifen, wo im Eifer die natürlichen Meinungsverschiedenheiten zu eskalieren drohten.

Wir hätten ihm gerne noch weitere Jahre gegönnt, um seinem und unserem schönen Hobby nachzugehen. Es sollte nicht sein. Das Schicksal hat es anders gewollt. Wir, seine Sportkameraden, werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.