Regeländerungen 2017

Was Aktive wissen sollten

Wurfring erhält Vorrang

Von Teams mitgebrachte Wurfringe müssen auf deren Vorschlag hin verwendet werden. Haben beide Teams
einen solchen zur Hand, wird mit dem Ring des Teams gespielt, das den Losentscheid über den ersten
Sauwurf gewonnen hat. Auch faltbare Wurfringe sind nun erlaubt, sofern sie das Zulassungslabel der
F.I.P.J.P. tragen. Hebt ein Spieler vor Ende der Aufnahme den Wurfring auf, wird der an die markierte Stelle
zurückgelegt. Nur der Gegner darf seine verbliebenen Kugeln noch spielen.

Neue Abstände für Wurfkreis und Zielkugel.

Ein neuer Kreis muss von den Kreisen benachbarter Spiele in jedem Fall mindestens 2 m entfernt sein. Bei
zeitbegrenzten Spielen, bei denen weiterhin alle vier Feldbegrenzungen absolute Auslinien sind, verringert
sich der Mindestabstand für die frisch platzierte Zielkugel zu den Längsseiten auf 50 cm. Zur Schmalseite
(Kopflinie) bleibt es bei 1 m Mindestabstand. Ob es bei der DPV-Sonderregelung für Hallen-Wettbewerbe
(30 cm) bleibt, ist noch nicht bekannt.

Notfalls auf die Waage.

Wie für Kugeln (650 bis 800 g) gelten nun auch für Zielkugeln Gewichtsbeschränkungen: mindestens 10 g
und höchstens 18 g, ganz gleich, ob sie aus Holz oder Kunststoff gefertigt sind.

Der erste Sauwurf muss gelingen.

Kann das anziehende Team das Schweinchen nicht auf Anhieb regelkonform auswerfen, platziert es der
Gegner per Hand irgendwo im zulässigen Bereich; vorausgesetzt, beide Seiten waren sich einig, dass der
Sauwurf misslungen war. Der Gegner darf dann auch den Wurfkreis noch verlegen, sofern es sonst
unmöglich wäre, auf die maximale Distanz zu spielen.

Liegen lassen, bis die Punktwertung steht.

Dass Kugeln erst ganz am Ende jeder Aufnahme aufgehoben werden dürften, war schon immer klar. Wer's
missachtet, riskiert Streit mit dem eigenen Team, denn in diesem Fall dürfen die Mitspieler ihre verbliebenen
Kugeln nicht mehr spielen.

Gefahr für fleißige Planierer.

Weiterhin mit Sanktionen nach Art. 35 rechnen muss, wer das Spielgelände irgendwie verändert, also zum
Beispiel beim Aufbereiten des Bodens vor einer zu schießenden Kugel erwischt wird, wie es in Artikel 10
nun explizit heißt. Nach wie vor darf nur ein erkennbarer Abdruck einer irgendwann zuvor gespielten Kugel
eingeebnet werden.

Austreten hält die Uhr nicht an.

Toilettengang-Pausen soll es nicht mehr geben. Wer sich trotzdem während einer Partie (mit Zustimmung
des Schiedsrichters) vom Spielfeld entfernen muss, hat nun Grund zur Eile: Ist er nicht rechtzeitig zurück,
wird pro vollendeter Minute je eine seiner Kugeln annulliert. – Klar, dass nun jeder WC-Gang speziell beim
Tête-à-tête und generell bei weit entfernten Örtlichkeiten zu Kugelverlusten führen würde. Gegenüber
ptank.de hat DPV-Vize Holger Franke bereits eine Regelauslegung angekündigt, die ein sportlich faires
Pinkelpausen-Procedere sichern soll.

Medical Time-out möglich.

Im Falle einer Verletzung oder falls ein Arzt ein gesundheitliches Problem feststellt, kann es eine
Spielunterbrechung von 15 Minuten geben. Wer simuliert, riskiert seinen sofortigen Ausschluss vom
Wettbewerb und den seiner Mitspieler.

Schiris bringen Farbe ins Spiel.

Unparteiische müssen Strafen nach Art. 35 (1 bis 3) nun mit farbigen Karten anzeigen: Gelb für Verwarnung,
Orange für Annullierung einer Kugel, Rot für Disqualifikation. Eine gelbe Karte wegen Zeitüberschreitung
gilt immer fürs ganze Team. Die Karten-Regelung galt bislang nur probeweise im DPV. (Artikel 35)

Raus aus den Sandalen, weg mit dem Handy!

Vorgeschrieben sind nun geschlossene Schuhe, die Zehen und Hacken schützen. Während des Spiels ist
Nikotingenuss nun auch per e-Zigarette verboten, ebenso die Benutzung eines Mobiltelefons.